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... B C D E F G H I K L M N O P Q R S T U V W Z
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A

Abplattung
nennt man die Differenz zwischen Äquator- und Poldurchmesser eines Himmelskörpers geteilt durch den Äquatordurchmesser. Besonders groß ist diese Abplattung beim Saturn.

Absorptionsspektrum
Ein Spektrum, das entsteht, wenn das Licht eines Sterns oder der Sonne ein anderes, kühleres Medium durchläuft, wie z.B. eine dünne Gaswolke oder eine Atmosphäre. Dabei erscheinen im Spektrum dunkle Linien (Absorptionslinien).

Accretion
Accretion bedeutet das Einsammeln von Materie beim Durchgang eines Sterns durch interstellare Wolken. In der Nachbarschaft eines Neutronensterns oder eines schwarzen Lochs kann es auch zur Ausbildung einer ringförmigen Gasscheibe kommen, die man als "Accretionsscheibe" bezeichnet. Beim Abregnen dieser Materie in solche Objekte wird sie auf so hohe Temperaturen erhitzt, daß sie eine Röntgenstrahlung erzeugt. Durch diese Strahlung kann man die Existenz Schwarzer Löcher nachweisen.

Achse
Eine gedachte Linie, um die sich ein rotierender Körper dreht.

Äquinoktium
Tagundnachtgleiche. Sie tritt ein, wenn die Sonne den Himmelsäquator von Süden nach Norden (etwa 21. März) oder von Norden nach Süden (etwa 23. September) kreuzt. Die beiden Schnittpunkte zwischen Himmelsäquator und Ekliptik bezeichnet man als Äquinoktialpunkte.

Aerolith
Eine Klasse von Steinmeteoriten, die Chondrite und Achondrite umfaßt. Sie bestehen vor allem aus Silikaten mit einer kleinen Beimengung von Nickel und Eisen. Ein Meteorit zählt zu den Chondriten, wenn er aus Chondrulen, d.h. kleinen, kugelförmigen Körnern mikroskopischer Größe zusammengesetzt ist.

Airglow
Bezeichnung für die ständige schwache Erleuchtung des Nachthimmels. Sie entsteht in der Hochatmosphäre u.a. durch Zusammenstöße von Atomen und Molekülen mit elektrisch geladenen Teilchen.

Albedo
Die Rückstrahlfähigkeit eines Körpers. Eine Albedo von 0,73 bedeutet, daß 73 % des auftreffenden Lichts reflektiert werden. Ein idealer Spiegel hätte eine Albedo von 1,0.

Aphel
Der Punkt der größten Sonnenferne in der elliptischen Umlaufbahn eines Planeten, Kometen usw.

Asteroid
Ein Planet mit einem Durchmesser unter 1000 km. Die meisten Kleinplaneten bewegen sich zwischen Mars und Jupiter um die Sonne. Wahrscheinlich sind es Planetenentstehungsreste, die sich nicht zu einem größeren Planeten zusammenschließen konnten. Bis heute sind etwa 5000 Kleinplaneten bekannt.

Asthenosphäre
Auf die Lithosphäre folgende Schicht im Inneren eines Planeten. Sie ist häufig plastisch und so heiß, daß in ihr Konvektion auftritt.

Astronomische Einheit (AE)
Ein in der Astronomie benutztes Längenmaß. Es entspricht der mittleren Entfernung Erde-Sonne (149 597 900 km).

Atmosphäre
Die Gashülle um einen Planeten, Stern oder anderen Himmelskörper, dessen Gravitationsfeld stark genug ist, um die Gase als Hülle halten kann, ohne das diese in den Weltraum verfliegen.

Auflösungsvermögen
Der kleinste Winkelabstand zweier Objekte, die von einem bestimmten optischen Gerät gerade noch getrennt beobachtet werden können.

Azimut
Eine der beiden Koordinaten im Horizontkoordinatensystem. Das Azimut ist der Winkelabstand eines Gestirns von der Nordrichtung (0°). Es wird meist von N über O,S,W nach N von 0° bis 360° gezählt. Die andere Koordinate ist die Deklination.

B

Bahn
Die Kurve, die ein Objekt unter der Wirkung der Gravitation anderer Himmelskörper wiederholt im Raum beschreibt.

Bahnelemente
Die sechs Bestimmungsstücke für die elliptische Bahn eines Himmelskörpers. Die Bahnelemente bestimmen Form, Größe und räumliche Orientierung der Bahn.

Bahnneigung
Bei Satelliten der Winkel der Satellitenbahn gegen den Planetenäquator oder die Bahnebene des Mutterplaneten. Bei Planeten der Winkel zwischen der Ebene der Ekliptik und der Bahnebene des Planeten.

Baily's Perlen
Eine Erscheinung, die bei ringförmigen, nahezu totalen Sonnenfinsternissen kurz vor oder nach der Totalität beobachtet werden kann, wenn das Sonnenlicht zwischen Mondbergen oder -tälern hindurchscheint, wird auch Diamantringeffect genannt.

Bedeckung
Totale oder partielle Bedeckung eines Himmelskörpers durch einen anderen, z.B. Mond- und Sonnenfinsternis.

Bedeckungsveränderliche
Ein Doppelstern, dessen eine Komponente bei ihrem Umlauf von der Erde aus gesehen die andere Komponente teilweise oder vollständig bedeckt und dadurch die scheinbare Helligkeit des anderen beeinflußt.

Breite
In der Astronomie der Winkelabstand eines Himmelskörpers von der Ekliptik gemessen längs eines Großkreises, der senkrecht auf der Ekliptik steht und durch die beiden Ekliptikal-Pole verläuft.

C

Cassegrain-Teleskop
Ein Reflektor, dessen Hauptspiegel eine zentrale Durchbohrung besitzt. Das vom Hauptspiegel reflektierte Licht wird von einem konvex-hyperbolisch geschliffenen Fangspiegel in diese Durchbohrung reflektiert, so daß das Okular am hinteren Ende des Teleskops angebracht werden kann. Ein Cassegrain Teleskop kommt mit einer kurzen Baulänge bei langer Brennweite aus.

Cepheiden
Eine Gruppe sehr leuchtmächtiger weißer und gelber Überriesen, deren Helligkeit als Folge von Pulsationen regelmäßig schwankt. Die Radiusänderungen der Cepheiden betragen etwa 15 %. Die Periode der Helligkeitsschwankungen hängt von der absoluten Leuchtkraft der Cepheiden ab (Perioden-Leuchtkraft-Beziehung). Es gibt zwei Typen von Cepheiden: die Population 1- und Population 2-Cepheiden, deren Mitglieder einer etwas unterschiedlichen Perioden-Leuchtkraft-Beziehung folgen.

Chandrasekhar-Grenze
Eine Massegrenze, unterhalb der sich ein Stern am Ende seiner Entwicklung in einen weißen Zwerg verwandelt. Oberhalb dieser Grenze ist die Schwerkraft so stark, daß der Kollaps den Stern zu einem Neutronenstern führt.

Chromosphäre
Schicht innerhalb der Sonnenatmosphäre zwischen Photosphäre und Korona.

D

Deklination (Höhe)
Der Winkelabstand zwischen einem Himmelsobjekt (z.B. einem Stern) und dem Himmelsäquator.

Diamantring
Eine Erscheinung, die bei ringförmigen, nahezu totalen Sonnenfinsternissen kurz vor oder nach der Totalität beobachtet werden kann, wenn das Sonnenlicht zwischen Mondbergen oder -tälern hindurchscheint, wird auch Diamantringeffect genannt.

Dichte
Die Masse pro Volumeneinheit. Sie wird meist in g/ccm angegeben, in der Astronomie oft aber auch im Verhältnis zur mittleren Dichte eines anderen Himmelskörpers, z.B. der Erde.

Dichtewellen
Materiewellen, die eine Serie von Verdichtungen oder Verdünnungen in einem von ihnen durchlaufenen Medium hervorrufen. Möglicherweise spielen Dichtewellen bei der Entstehung von Spiralarmen in Galaxien eine Rolle. Danach sind die Spiralarme Bereiche höherer Dichte der interstellaren Materie und Geburtszonen von Sternen. Nach einer anderen Theorie soll die Sternentstehung auch durch Dichtewellen angeregt werden, die von Supernova-Explosionen ausgehen.

Doppelstern
Zwei Sterne, nahe beieinander stehen. Unter einem optischen Doppelstern versteht man ein scheinbares Sternpaar. Tatsächlich liegen die beiden Sterne nur etwa in der gleichen Blickrichtung und sind weit hintereinander angeordnet. Ein echtes, zueinandergehörendes Sternpaar bezeichnet man als physischen Doppelstern.

Drehmoment
Das Produkt aus der Drehkraft eines Körpers und dem Dreharm. Die Bedeutung des Drehmoments liegt in dem Umstand, daß ein Körper mit einem großen Drehmoment nur mit einer verhältnismäßig großen Kraft in seiner Rotation verlangsamt oder gestoppt werden kann.

Durchgang
Der Durchgang eines Gestirns durch den Meridian eines Beobachters oder der Vorübergang eines Himmelskörpers vor einem anderen, z.B. ein Jupitermond vor dem Jupiter.

E

Eigenbewegung
Die Projektion der wahren Raumbewegung eines Sterns an das Himmelsgewölbe. Die Eigenbewegung erscheint bei näheren Sternen größer als bei ferneren Sternen.

Einundzwanzig-Zentimeter-Strahlung
Eine bei der Wellenlänge 21 cm ausgesandte Radiostrahlung, die von den Elektronen des im interstellaren Raum befindlichen neutralen Wasserstoff ausgeht. Die Strahlung entsteht beim Umkippen der Rotationsrichtung der den Atomkern umkreisenden Elektronen.

Ekliptik
Ein Großkreis am Himmel, der die Erweiterung der Erdbahnebene in den Raum darstellt. Sie stellt gleichzeitig die jährliche scheinbare Sonnen- und Planetenbahn vor dem Hintergrund des Tierkreises dar.

Elektromagnetische Strahlung
Eine Wellenstrahlung, bei der sich magnetische und elektrische Felder ausbreiten, die sich räumlich und zeitlich periodisch verändern. Die Ausbreitung erfolgt im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit.

Elektromagnetisches Spektrum
Der Wellenlängen- oder Frequenzbereich, in dem elektromagnetische Strahlung in der Natur vorkommt oder technisch erzeugt werden kann. Die längsten Wellenlängen, die niedrigsten Frequenzen haben die Radiowellen, die kürzesten Wellenlängen zeigt die Gammastrahlung, die Gammastrahlen sind für das Leben schädlicher als die Radiowellen.

Elektron
Ein stabiles Elementarteilchen mit negativer elektrischer Ladung und einer Masse von nur 9,1 x 10 hoch -28 g.

Ellipse
Ein Kegelschnitt. Alle großen Himmelskörper im Sonnensystem beschreiben Ellipsenbahnen, in deren einem Brennpunkt die Sonnebzw. bei Monden die Planeten, steht.

Elliptizität
Die Abweichung einer geometrischen Figur oder eines Körpers von der exakten Kreis- oder Kugelform. Die Elliptizität eines Planeten, dessen Polardurchmesser kürzer als sein Äquatordurchmesser ist, bezeichnet man als Abplattung. Die Abweichung der Planetenbahnen von der Kreisform nennt man Exzentrizität.

Emissionsnebel
Ein Nebel der von einem oder mehreren Zentral- oder Nachbarsternen zum Eigenleuchten angeregt wird.

Emissionsspektrum
Das Spektrum eines leuchtenden Gases. Es zeigt Emissionslinien, die auf in der Lichtquelle befindliche chemische Elemente hinweisen.

Expansion des Weltalls
Ausdehnung des Universums. Sie wird aufgrund der Beobachtung, daß Spektren weit entfernter Galaxien eine Rotverschiebung aufweisen angenommen.

Exzentrizität
Maß für die Abweichung eines Kegelschnitts von der genauen Kreisform. Ein Kreis hat die Exzentrizität 0. Eine Ellipse besitzt eine Exzentrizität zwischen 0 und 1, eine Parabel hat eine Exzentrizität = 1, Hyperbeln besitzen Exzentrizitäten über 1.

F

Fackeln
Bereiche in der Photosphäre oder Chromosphäre der Sonne, die heißer und heller sind als die Umgebung. Die Temperatur in diesem speziellen Bereich liegt über der normalen Oberflächentemperatur.

Finsternisse
Eine Himmelserscheinung, bei der ein Himmelskörper total oder partiell durch einen anderen bedeckt wird oder bei der ein Himmelskörper in den schatten eines anderen eintritt. Man spricht z.B. von Verfinsterungen der Jupitersatelliten im Schatten dieses Planeten. Dies ist dann auf dem entsprechenden Objekt auf Finsternis zu sehen.

Flare
Plötzlicher Ausbruch in der Chromosphäre der Sonne, bei dem vor allem starke Ultraviolett- und Röntgenstrahlung, aber auch Partikelstrahlung ausgesandt wird. Die Ursachen der Flares sind noch unbekannt. Doch stehen diese Erscheinungen im Zusammenhang mit starken Magnetfeldern.
Diese Ausbrüche sind mit Teleskopen häufig zu beobachten.

Fluchtgeschwindigkeit (Entweichgeschwindigkeit)
Die Geschwindigkeit, die ein Körper benötigt, um eine beliebig große Entfernung von einem anderen Körper zu erreichen. Sie beträgt Wurzel aus 2Gm durch r. Dabei ist G die Gravitationskonstante, m die Masse des Himmelskörpers und r dessen Radius.

Frequenz
Die Schwingungszahl einer Wellenbewegung pro Zeiteinheit. Eine Schwingung pro Sekunde bezeichnet man auch als l Hertz.

G

Galaxis
Ein Sternensystem mit einem Durchmesser von oft Tausenden von parsec. Im engeren Sinne versteht man unter Galaxis auch unser eigenes Milchstraßensystem, das auch unsere Sonne enthält.

Galileische Satelliten
Die vier Jupitersateliten Io, Europa, Ganymed und Kallisto wurden 1610 von Galileo Galilei entdeckt.

Gammastrahlung
Eine elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge, die kürzer ist die der Röntgenstrahlen.

geozentrisches System
Weltbild in Altertum und Mittelalter, nach dem die Erde Zentrum des Weltalls ist.

Gezeiten
z.B. Ebbe und Flut, das gesetzmäßige Heben und Senken der Oberflächenschichten eines Planeten durch das Wechselspiel zwischen Anziehungskraft und Fliehkraft beim gegenseitigen Umlauf zweier Himmelskörper (z.B. Erde und Mond). Die Gezeiten können in bestimmten Fällen auch zum Zerfall eines Himmelskörpers führen.

Gravitation
Schwerkraft, die gegenseitige Anziehung materieller über Masse verfügender Objekte. Nach dem Newtonschen Gravitationsgesetz ist die Schwerkraft proportional zu dem Produkt der beiden beteiligten Massen und umgekehrt proportional zu dem Quadrat ihrer gegenseitigen Entfernung. Nach der Einsteinschen allgemeinen Relativitätstheorie ist die gegenseitige Anziehung eine Folge der Krümmung von Raum und Zeit in der Nachbarschaft einer Masse. Möglicherweise geht die Gravitationswirkung auf den Austausch kleiner Teilchen, der sog. Gravitonen, zurück.

H

Halbschatten
Die Zone, von der aus eine Lichtquelle teilweise (partiell) bedeckt erscheint. Im Halbschatten des Mondes entsteht eine partielle oder ringförmige Sonnenfinsternis.

Hauptreihe
Ein quer durch das Hertzsprung-Russell-Diagramm verlaufender Streifen, auf dem die meisten Sterne liegen. Am linken oberen Ende stehen leuchtmächtige, massereiche Sterne, am rechten unteren Ende schwache, massearme Sterne. Auf der Hauptreihe verbleibt ein Stern während der größten Zeitspanne seiner Existenz.

Hawking-Prozeß
Der Zerfall eines Schwarzen Lochs durch Aussendung einzelner Elementarteilchen und schließlicher Explosion in einem Gammastrahlen-Ausbruch.

Heliozentrisches System
Das vor allem von Copernicus entwickelte Weltbild, nach dem sich die Sonne im Zentrum des Planetensystems befindet.

Hertzsprung-Russell-Diagramm
Ein Diagramm, das auf der Horizontalen die Oberflächentemperatur (oder die Farbe bzw. den Spektraltyp) und auf der Vertikalen die absolute Helligkeit(oder die Lichtkraft in Einheiten der 5onnenleuchtkraft) der Sterne aufträgt. Die meisten Sterne liegen in diesem Diagramm auf einem diagonalen 5treifen, der Hauptreihe. Im unteren linken Teil befinden sich die weißen Zwerge, im oberen Teil die Riesensterne.

Himmelsäquator
Der Großkreis, der durch Verlängerung des Erdäquators an das Himmelsgewölbe entsteht.

Himmelsgewölbe
Die uns allseitig scheinbar umgebende Himmelskugel, an deren Innenseite die Himmelskörper stehen.

Himmelsmechanik
Die Bewegungen der Himmelskörper unter dem Einfluß ihrer Gravitation.

Himmelspole
Die Punkte, an denen die verlängerte Erdachse das Himmelsgewölbe erreicht. Alle Sterne scheinen um diese Punkte zu laufen. In der Nähe des nördlichen Himmelspols steht der Polarstern.

Höhe (Deklination)
Eine der beiden Koordinaten für die Position eines Himmelskörpers im Horizontkoordinatensystem. Die Höhe ist der Winkelabstand eines Gestirns zum Horizont.

Hubblesches Gesetz
Die Beziehung zwischen der Rotverschiebung einer entfernten Galaxis und ihrer Entfernung von der Erde. Die Proportionalitätskonstante (Hubblesche Konstante) ist dabei H = v / d. Dabei bedeutet v die Fluchtgescbwindigkeit einer Galaxis, d ihre Entfernung. Der Kehrwert der Hubbleschen Konstante liefert einen ungefähren Wert für das Weltalter.

I

Infrarotstrahlung
Ein Teil des elektromagnetischen Spektrums zwischen dem Bereich des sichtbaren Licht und dem Bereich der Radiowellen.

Interferenz
Die Überlagerung zweier Wellen, z.B. elektromagnetischer Wellen. Bei Zusammentreffen von Berg und Tal zweier Wellen tritt Auslöschung ein. Treffen die beiden Wellen synchron aufeinander, fallen also Wellenberge auf Wellenberge und Wellentäler auf Wellentäler, so verstärken sie sich gegenseitig.

Interferometrie
Eine Technik, bei der man die Interferenz zwischen zwei Wellen (vor allem elektromagnetischer Strahlung) ausnutzt, um sehr kleine Winkel, den Durchmesser von Sternen oder die Position von Himmelskörpern zu bestimmen.

Interstellare Materie
Die im Raum zwischen den Sternen befindliche, diffus verteilte Materie aus Gas und Staub.

Ion
Ein Atom oder eine Gruppe von Atomen, die ein oder mehrere Elektronen verloren oder aufgenommen haben und dadurch eine positive oder negative elektrische Ladung zeigen.

Ionosphäre
Schicht in der oberen Atmosphäre eines Planeten, in der die Atomhüllen der atmosphärischen Gase aufgebrochen werden und dadurch freie Elektronen und Ionen entstehen. Die Ionosphäre der Erde liegt in 70-500km Höhe.

K

Keplersche Gesetze
Die drei Grundgesetze der Planetenbewegung.
1. Die Bahn eines Planeten ist eine Ellipse, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht.
2. Die Verbindungslinie Panet-Sonne (der Radiusvektor) überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen
3.Die Quadrate der Umlaufzeiten der Planeten verhalten sich wie die dritten Potenzen ihrer mittleren Entfernung von der Sonne.

Kernfusion
Die Verschmelzung leichterer zu schwereren Atomkernen, bei der Energie freigesetzt wird. Die Energieerzeugung der Sterne und der Sonne erfolgt fast ausschließlich auf diese Weise.

Kernsynthese
Die Bildung chemischer Elemente durch Verschmelzen leichterer zu schwereren Atomkernen im Inneren der Sterne, bei Supernova-Explosionen sowie während des Urknalls.

Kleinplanet
Ein Planet mit einem Durchmesser unter 1000 km. Die meisten Kleinplaneten bewegen sich zwischen Mars und Jupiter um die Sonne. Wahrscheinlich sind es Planetesimale, die sich nicht zu einem größeren Planeten zusammenschließen konnten. Bis heute sind etwa 5000 Kleinplaneten aufgefunden worden.

Komet
Ein aus Gas, Staub und Eispartikeln bestehender Himmelskörper, der sich meist auf sehr exzentrischen Ellipsenbahnen um die Sonne bewegt. Vermutlich stammen Kometen aus der Oortschen Wolke.

Konjunktion
Eine Winkelstellung zwischen zwei Himmelskörpern, bei der sie von der Erde aus gesehen in derselben Richtung erscheinen, d.h. die gleiche ekliptikale Länge haben. Eine obere Konjunktion eines Planeten zur Sonne entsteht, wenn sich dieser hinter der Sonne befindet. Eine untere Konjunktion liegt vor, wenn ein Planet zwischen Sonne und Erde steht.

Konvektion
Strömungsprozesse von Flüssigkeiten oder Gasen, die durch Temperaturunterschiede hervorgerufen werden. Das heißere, weniger dichte Material steigt dabei in die Höhe, das kühlere, dichtere Material sinkt in die Tiefe.

Korona
Die heiße, äußere Schicht der Sonnenatmosphäre oberhalb der Chromosphäre.

Kosmische Hintergrundstrahlung
Eine Strahlung, die gleichförmig von allen Richtungen des Weltalls einfällt und ein Strahlungsmaximum bei einer Wellenlänge von etwa 2 mm hat. Sie entspricht der Strahlung eines Körpers mit einer Temperatur von 2,7 K und wird als Überrest der Urexplosion unseres Weltalls angesehen.

Kosmische Strahlung
Eine sehr energiereiche Strahlung, die teilweise von der Sonne, vor allem aber vermutlich von fernen Supernova-Explosionen ausgesandt wird. Sie besteht aus hochenergetischen Protonen und anderen Atomkernen. Beim Durchgang durch die Atmosphäre der Erde erfahren die Teilchen der kosmischen Primärstrahlung beim Zusammenstoß mit Atomkernen verschiedene Umwandlungsprozesse. Die Erdoberfläche erreicht daher nur eine sog. Sekundärstrahlung.

Kosmologie
Die Wissenschaft vom Aufbau und der Entwicklung des Universums.

Kugelsternhaufen
Kugelförmige Ansammlung von Sternen, in der die Sterndichte zum Zentrum hin stark ansteigt. Das Alter von Kugelsternhaufen beträgt über 10 Milliarden Jahre. Sie befinden sich in einem sphärischen Raum um unser Milchstraßensystem. Die Sternenanzahl beträgt häufig 1 Million und mehr.

L

Länge
DerWinkelabstand eines Himmelskörpers vom Frühlingspunkt (Widderpunkt), gemessen längs der Ekliptik.

Lagrangesche Punkte
Fünf mit L1 bis L5 bezeichnete Punkte in einem aus drei Körpern bestehenden System, in dem sich einer der drei Körper, der über eine verschwindend kleine Masse verfügt, trotz des Einflusses der beiden anderen, sehr massereichen Körper in einer stabilen Bahn bewegen kann.

Leuchtkraft
Die tatsächlich von einem Gestirn ausgestrahlte Energie pro Zeiteinheit (meist pro Sekunde). Sie wird in Watt gemessen. In der Astronomie versteht man unter der Leuchtkraft eines Sterns häufig auch die Gesamtausstrahlung im Verhältnis zur Sonne.

Lichtjahr
Entfernungsmaß für die Strecke, die ein Lichtstrahl in einem Jahr zurücklegt. Ein Lichtjahr entspricht etwa 9,46 Billionen km.

LinienstrahIung
Eine elektromagnetisehe Strahlung, die bei bestimmten Wellenlängen (oder Frequenzen) ausgesandt wird.

Lithosphäre
Die obere Schicht eines Planetenkörpers. Sie umfaßt die Kruste und die oberen Schichten des Mantels. Häufig besteht diese Schicht aus einzelnen Platten.

LokaIe Gruppe
Eine Gruppe von etwa 30 Galaxien, zu denen auch unsere Galaxis und der Andromedanebel zählen.

M

Magnetosphäre
Der Bereich, in dem das Magnetfeld eines Planeten im Raum ausgebreitet ist. Sie zeigt auch der sonnenabgewandten Seite infolge der Wirkung des Sonnenwinds einen "Schweif", während sie auf der sonnenzugewandten Seite eingedrückt ist.

Magnitudo
lat. Bez. für "Größe". In der Astronomie ein Maß für die Helligkeit eines Gestirns (absolute oder scheinbare Helligkeit).

Mantel
Eine Schicht im Planetenaufbau, die zwischen der Kruste und dem Kern liegt.

Mascon
Abkürzung für "Massenkonzentration". Es handelt sich um Gebiete auf dem Mond, die über ein stärkeres Gravitationsfeld verfügen, verursacht durch dichteres Gesteinsmaterial knapp unterhalb der Mondoberfläche.

Masse-Leuchtkraft-Beziehung
Eine empirisch bestimmte Beziehung zwischen der Masse und der Leuchtkraft (beides in Einheiten der Sonne ausgedrückt) für Sterne auf der Hauptreihe. Die Leuchtkraft ist ungefähr proportional der 3,5. Potenz der Masse. Abweichungen von dieser Beziehung ergeben sich für rote Riesensterne und weiße Zwergsterne.

Meridian
Der Großkreis am Himmelsgewölbe, der durch Zenit, Nadir, die beiden Himmelspole und durch den Nord- und Südpunkt am Horizont verläuft.

Meteor
Sternschnuppe, die Leuchterscheinung, die sich am Himmel zeigt, wenn ein Meteorit in die Erdatmosphäre eindringt.

Meteorit
Ein aus dem Weltall stammender Körper, der die Erdoberfläche erreicht. Beim Durchgang durch die Erdatmosphäre sieht man ihn als Meteor. Übersteht er den Flug durch die Atmosphäre, so erzeugt er auf der Erdoberfläche bei genügend großer Masse und Geschwindigkeit einen Meteoritenkrater.

Mikrometeorit
Ein sehr kleiner Meteorit mit einem Durchmesser unter 0,1 mm.

Milchstraße
Ein schwaches, nebliges Band, das das ganze Himmelsgewölbe umspannt. Es besteht aus zahlreichen Sternen unserer Galaxie.

Mira
Ein veränderlicher Stern; es handelt sich um einen roten Riesenstern, der aufgrund von Pulsationen eine Helligkeitsschwankung mit einer Periode von etwa 331 Tagen zeigt.

Mond
Satellit der Erde.

N

Nadir
Der dem Zenit an der Himmelskugel gegenüberliegende Punkt.

Nebel
Eine gas- oder staubförmige interstellare Wolke, die entweder selbst leuchtet (Emissionsnebel), das Licht energiereicher Nachbarsterne reflektiert (Reflexionsnebel) oder das Licht der dahinterstehenden Sterne absorbiert (Dunkelnebel).

Neutrino
Ein Elementarteilchen ohne elektrische Ladung und ohne oder mit nur extrem geringer Masse. Es entsteht bei Kernreaktionen im Inneren von Sonne und Sternen und zeigt nur sehr schwache Wechselwirkungen mit der Materie.

Neutronenstern
Ein Stern, der aus dem schnellen Kollaps eines viel größeren Sterns nach einer Supernova-Explosion hervorgeht, wenn seine Masse über der Chandrasekhar-Grenze liegt. Derartige Objekte bestehen fast ausschließlich aus Neutronen und sind extrem verdichtet.

Nova
Ein veränderlicher Stern, der sich durch eine plötzliche, sehr starke Helligkeitszunahme auszeichnet. Vor dem Ausbruch sind diese Objekte vermutlich weiße Zwergensterne in einem engen Doppelsternsystem. Fließt von dem anderen Partner gasförmige Materie mit unverbrauchtem Wasserstoff auf den weißen Zwerg über, so setzen auf diesem Kernreaktionen ein und lösen den Novaausbruch aus.

O

Oberer Planet
Ein Planet, der außerhalb der Erdbahn um die Sonne läuft. Obere Planeten sind Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto.

Öffnung
Der Objektivdurchmesser eines optischen Instrumentes. Die Öffnung bestimmt Lichtgewinn und Auflösungsvermögen eines Gerätes.

Offener Sternhaufen
Eine lockere Ansammlung junger Sterne mit hoher Leuchtkraft, oft in oder nahe der Ebene der Galaxis.

Oortsche Wolke
Eine aus Kometen bestehende Art Wolke, die sich bis zu einer Entfernung von 50000 bis 100 000 Astronomischen Einheiten von der Sonne erstreckt.
Die Oortsche Wolke soll die Quelle der in das Sonnensystem eindringenden Kometen sein.

Opposition
Ein oberer Planet steht in Opposition zur Sonne, wenn dieser von der Erde aus gesehen der Sonne am Himmel gegenübersteht (genauer: die gleiche ekliptikale Länge hat). Der Planet kann dann die ganze Nacht hindurch beobachtet werden.

P

Parallaxe
Die Winkelverschiebung der Position eines Himmelskörpers, wenn dieser von verschiedenen Punkten aus beobachtet wird.

parsec (Paralaxensekunde, pc)
Eine Längeneinheit . Sie entspricht der Entfernung, von der aus der mittlere Abstand Erde-Sonne unter einem Winkel von 1 Bogensekunde erscheint. 1 parsec = 3,26 Lichtjahre.

Penumbra
Bezeichnung für den halbdunklen Hof um den Kern eines Sonnenflecks.

Perihel
Der Punkt maximaler Sonnennähe auf der Umlaufbahn eines Planeten, Kometen usw.

Photomultiplier
Eine elektronische Einrichtung, um schwach einfallende Lichtsignale durch Verwandlung in Elektronen zu verstärken. Setzt man diesen Prozeß durch den Aufprall der Elektronen auf weitere positiv geladene Anoden kaskadenartig fort, so erhält man am Ende für ein verhältnismäßig schwaches Eingangssignal ein starkes Ausgangssignal.

Photon
Ein Lichtquant, das die kleinste Energiemenge einer elektromagnetischen Strahlung darstellt; kann als ein masseloses und ladungsfreies Teilchen angesehen werden, das mit Lichtgeschwindigkeit fliegt.

Photosphäre
Die sichtbare Oberfläche der Sonne.

Planetarischer Nebel
Eine expandierende Gaswolke um einen Stern, der seine äußeren Schichten abgestoßen hat.

Planisphäre
Darstellung des Sternhimmels, die für eine bestimmte geographische Breite hergestellt und für eine bestimmte Zeit eingestellt werden kann (drehbare Sternkarte).

Plasma
Ein vollständig aus Ionen und Elektronen bestehendes Gas; oft als vierter Aggregatzustand der Materie bezeichnet. Dieser Zustand tritt bei sehr hoher Temperatur, z.B. im Inneren der Sterne auf.

Plattentektonik
Die Bewegung der aus einzelnen Platten bestehenden Lithosphäre eines Planeten. Sie verursacht das Auffalten von Gebirgen und andere geologische Erscheinungen.

Polarisation
Die bei einer elektromagnetischen Strahlung unter bestimmten Bedingungen auftretende Bevorzugung bestimmter Schwingungsrichtungen.

Polarlicht
Eine farbige, atmosphärische Leuchterscheinung, die sich vor allem in der Nähe der Erdpole zeigt. Sie entsteht beim Eindringen elektrisch geladener Teilchen (Sonnenwind) in das irdische Magnetfeld und in die Hochatmosphäre.

Population
Eine Gruppe von Sternen mit ähnlichen Eigenschaften. Die Population l enthält junge, sehr leuchtmächtige und verhältnismäßig metallreiche Sterne, die vor allem in den Spiralarmen der Galaxien vorkommen. Dazu gehören u.a. Sterne vom Spektraltyp 0, Cepheiden und offene Sternhaufen. Zur Population 2 gehören alte, metallarme Sterne, die vor allem in den Kernen der Galaxien auftreten. Sie beschreiben meist stark exzentrische Bahnen, die sie weit vom Zentrum der Galaxien wegführen. Zu ihnen gehören u.a. langperiodische Veränderliche, Kugelsternhaufen und Cepheiden vom Typ 2.

Proton
Ein Elementarteilchen mit einer Masse, die 1836mal größer ist als die eines Elektrons, und mit einer positiven elektrischen Ladung, die gleich stark, aber entgegengesetzt zu der eines Elektrons ist.

Protostern
Frühstadium in der Sternentwicklung zwischen der Fragmentation und dem Erreichen der Hauptreihe des Hertzsprung-Russell-Diagramm, auf der Kernreaktionen einsetzen.

Protuberanzen
Gaswolken oberhalb der Photosphäre der Sonne, die sich unter der Wirkung von Magnetfeldern und anderen Kräften bewegen.

PuIsar
Eine Radioquelle, deren Ursache in einem Neutronenstern liegt. Die regelmäßigen Strahlungsimpulse sind sehr kurz und gehen wahrscheinlich auf eine Synchrotronstrahlung zurück, die im Magnetfeld des Objekts durch Elektronen erzeugt wird. Die Periode der Pulsare entspricht ihrer Rotationszeit.

Q

Quant (Photon)
Die kleinste Einheit elektromagnetischer Energie bei einer bestimmten Frequenz.

Quasar
Ein außerordentlich energiereiches und kompaktes extragalaktisches Objekt, dessen Natur noch umstritten ist. Wahrscheinlich handelt es sich um extrem aktive Kerne von Galaxien mit einer Leuchtkraft, die 100- bis 1000mal größer ist als die einer normalen Galaxie. Einige Astronomen vermuten in einem Quasar ein supermassives schwarzes Loch. Quasare senden eine starke Radiostrahlung aus. Daraus leitet sich auch ihr Name ab, eine Zusammenziehung von quasistellares Objekt.

R

Radarastronomie
Mittels eines ausgesandten Radarstrahls, welcher wie alle elektromagnetischen Wellen eine Geschwindigkeit von 300.000 km/sec. hat, können Entfernungsbestimmungen von Monden und Planeten durchgeführt werden.


Radialgeschwindigkeit
Unter der Radialgeschwindigkeit versteht man die Bewegung eines Sterns in der visuellen Richtung zum Beobachter auf der Erde.

Radiostrahlung
Die elektromagnetischen Wellen, welche den Bereich von 1 mm bis zu mehreren hundert Meter umfassen, bezeichnet man als Radiowellen. Dieser Oberbegriff beinhaltet Langwellen, Mittelwellen, Kurzwellen, Ultrakurzwellen (UKW), Dezimeterwellen, Zentimeterwellen und Submillimeterwellen. Radiowellen bestehen aus einer bedeutend größeren Wellenlänge als sichtbares Licht. Es ist deshalb problematisch die georteten Radioquellen genau zu lokalisieren. Man benötigt große Teleskope, um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Radiostrahlung bedeutet, daß die aufgefangene Wellenlänge um ein Vielfaches größer ist als im optischen Bereich.

Radioastronomie
Radiostrahlung aus dem Weltall wird - ähnlich wie bei irdischen Funksendern - mit Antenne und Verstärker aufgefangen. Die Intensität der außerirdischen Radioquelle wird auf Registrierstreifen aufgezeichnet.

Radioteleskop
Bei Radioteleskopen handelt es sich fast ausnahmslos um Parabolspiegel, in dessen Brennpunkt eine Antenne angebracht ist Sie nimmt die gebündelte Strahlung auf und leitet sie über einen Verstärker weiter zur Anzeige.

Raumgeschwindigkeit
Man versteht darunter die wahrhaftige Bewegung des Himmelsobjektes in räumlicher Vorstellung. Sie setzt sich zusammen aus der Radialgeschwindigkeit und der Eigenbewegung des Objektes.

Refraktion
An den vielen Luftschichten unterschiedlicher Dichte, die die Erde wie Zwiebelschalen umgeben, wird das Licht gebrochen.
Optisches Gesetz: Beim Übergang eines Lichtstrahl von einem optisch dünneren in ein optisch dichteres Medium wird der Lichtstrahl abgelenkt. Die Stärke der Brechung ist abhängig von der Luftdichte.


Röntgenstrahlung
Bei der Röntgenstrahlung handelt es sich um Lichtwellen mit Wellenlängen zwischen 0,1 bis 100 Angström, d.h. zwischen einem Milliardstel bis zu einem Millionstel Zentimeter. Röntgenstrahlung ist energiereich, sie durchstößt Materie, wie z.B. den menschlichen Körper.

Rotverschiebung
RR-Lyrae Sterne RR Lyrae Sterne sind Riesensterne, welche rasch pulsieren. Ihre Perioden liegen zwischen 0,05 und 1,2 Tagen. Ihre Helligkeit ändert sich dabei um eine Magnitude. RR Lyrae Sterne findet man häufig in Kugelsternhaufen.
RV-Tauri Sterne RV Tauri Sterne sind Überriesen. Ihre Helligkeitsperioden schwanken zwischen 30 und 150 Tagen, sie können ihre Helligkeit bis zu drei Magnituden verändern.

S

Saturn
Der Saturn ist wenig kleiner als der Jupiter, seine Umlaufzeit um die Sonne beträgt 29 Jahre. Seine Rotation beträgt 10 Stunden. Saturn ist ein Gasriese.

Saturnringe
Die Ringe schweben frei um die Äquatorebene des Saturns. Äquator und Ringe sind um 27° gegen die Bahnebene geneigt. Das führt während der 29jährigen Umlaufbahn zur unterschiedlichen Perspektive auf die Ringe. Mal sind sie stark geöffnet, mal schaut man direkt auf die Ringkante.

Scheinbare Helligkeit
Unter der scheinbaren Helligkeit eines Objektes versteht man die Helligkeit, unter der wir den Stern beobachten. Es wird hiermit also der rein optische Eindruck, den ein stellares Objekt auf unser Auge macht, bezeichnet. Als solches ist die scheinbare Helligkeit ein Produkt der Strahlungsleistung und seiner Entfernung.
Die scheinbare Helligkeit ist folglich die Helligkeit eines Sternes, so wie wir ihn im Verhältnis zu anderen Sternen sehen.

Schwarzes Loch
Sterne mit mehr als 8 Sonnenmassen, wenn sie ihre Brennkraft aufgebraucht haben, haben ein spektakuläres Ende. Den größten Teil ihrer Masse schleudern sie in einer gewaltigen Explosion ins All.
Der verbleibende Rest von ca. 1,8 Sonnenmassen in Form von Eisen kollabiert zu einem ungeheuer kompakten Zwergenstern von nur wenigen Kilometer Durchmesser.
Ein schwarzes Loch hat eine so ungeheure Gravitation, daß weder Teilchen noch Lichtstrahlen seiner Anziehungskraft widerstehen können.

Singularität
Einen einzelnen, nicht definierten Wert einer Funktion bzw. einer Gleichung nennt man Singularität. Die bekannteste Singularität ist f(x)=1/x an der Stelle x=0. Die Lösungen der Gleichungen der Algemeinen Relativitätstheorie beinhalten auch Singularitäten, die man wegen ihren Eigenschaften als Schwarze Löcher bezeichnet.

Sommersonnenwende
Die größte nördliche oder südliche Stellung der Sonne auf ihrer Jahresbahn. Die Sommersonnenwende ist um den 21. Juni herum, die Wintersonnenwende um den 22. Dezember herum.

Sonne
Die Sonne ist der nächste Stern, sie beinhaltet 99,99 % der Masse unseres Sonnensystems. Die Energie der Sonne entsteht durch Kernfusion. Die Sonne wird in jeder Sekunde um vier Millionen Tonnen leichter.

Sonnenfleckenzyklus
Die Anzahl der Sonnenflecken variiert und hat circa alle 11 Jahre ein Maximum und ein Minimum. Es gibt im Laufe der Jahrhunderte kräftige und schwache Maxima, z.B. das Mounder-Minimum in den Jahren 1645-1715, wo man von einer kleinen Eiszeit sprechen kann.

Spektralanalyse
Chemische Zusammensetzung und Struktur von Sternen können über die Spektralanalyse gewonnen werden. Dabei Wird das Licht des kosmischen Objektes in sein Spektrum zerlegt.

Spektrum
Licht zerlegt in seine farbigen Komponenten.


Spikulen
Am Sonnenrand zu sehende dünne Fädchen, welche wie Haare aussehen.

Steineisenmeteorite
Steineisenmeteorite sind eine Meteoritenart, in welchen sowohl Eisen als auch Steine vorhanden sind. Sie sind sehr selten.

Sternbilder
Sternbilder, also die Interpretation der Anordnung der Sterne am Himmel, ist so alt wie die Menschheit. Bereits in den alten babylonischen und chinesischen Kulturen sah man in auffällig angeordneten Sterngruppen Helden, Objekte, Sagengestalten.


Sternkarten
Sternkarten oder Atlanten sind fotografische oder gezeichnete Sternkarten. In ihnen sind die Sterne nach ihrer Position dargestellt, wobei ihre Helligkeit in Form von größeren oder kleineren Punkten angedeutet wird.

Sterntag
Ein Sterntag dauert 23 Stunden und 56 Minuten.

Stratosphäre
Im Gegensatz zu der untersten Schicht der Atmosphäre, der Troposphäre, ist die Stratosphäre bedeutend ruhiger. Die Ableitung des Namens stammt aus dem Griechischen; Stratos bedeutet Schicht. Die Temperaturen sind auf Grund des Ozons wieder höher als in den oberen Schichten der Troposphäre. Dies liegt daran, dass das Ozon der Stratosphäre die Ultraviolettstrahlung der Sonne absorbiert, also festhält, die Schichten werden erwärmt. In der Stratosphäre gibt es so gut wie keine Feuchtigkeit, auch die Wolken befinden sich in der Troposphäre. Nur sehr selten bilden sich hier Wolken aus Eiskristallen, welche Permuttwolken heissen. Das Ende der Stratosphäre heisst Stratopause, sie befindet sich etwa in Höhe von 50 km.

Supernova
Bei der Supernovaexplosion eines Sternes wird die gesamte noch vorhandene Reserve an Energie freigesetzt und ein beträchtlicher Teil der Sternenmasse in den Weltraum abgestoßen.
Die Geschwindigkeiten, die dabei erreicht werden, liegen bei 10.000 bis 20.000 Kilometer in der Sekunde.
Wir können die Überreste solcher gigantischen Explosionen als großflächige, schleierartige Nebelfetzen am Himmel erkennen, z.B. Vela-Supernova, Cirrus-Nebel.
Die Dichte innerhalb des Kerns werden so eng zusammengepreßt, daß entweder ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch entsteht.

Symbiotische Sterne
Der Name stammt aus dem Griechischen, Symbion heißt "Zusammenleben". Die Namensgebung in der Neuzeit stammt von Paul W. Merill. Es handelt es sich um sehr enge Doppelsternpaare. Ihr Abstand voneinander entspricht in etwa dem Abstand Sonne-Jupiter (das sind 5 Astronomische Einheiten).

Szintillation
Szintillation ist das Funkeln der Sterne, das auf die atmosphärische Unruhe (Luftunruhe) zurückzuführen ist.
Im wesentlichen handelt es sich dabei um nur etwa 5 bis 10 cm grosse turbulente Luftbereiche, die vor allem in den bodennahen Schichten der Erdatmosphäre, höchstens aber bis zur Obergrenze der Troposphäre auftreten.
Die Szintillation fürt zur kurzzeitigen Helligkeitsschwankungen, aber auch zur Farbveränderung. Sie ist wesentliche Ursache dafür, dass die volle optische Leistungsfähigkeit eines astronomischen optischen Fernrohrs nicht ausgenutzt werden kann. Vor allen das Auflösungvermögen eines Fernrohrs wird dadurch erheblich herabgesetzt.

T

Thermosphäre
Die Thermosphäre ist wärmer als die darunterliegende Schicht Mesosphäre. Dieser Teil der Atmosphäre ist bereits so dünn, dass die geringfügige kurzwellige Strahlung aus dem Weltall ausreicht, um die Schicht zu erwärmen. In über 200 km Höhe kann die Luft tatsächlich über 1.000° C erreichen.

TNO`s "Trans Neptun Objects" (oder Plutinos) sind eisige, kleine Körper, die das Sonnensystem hinter Neptuns Orbit bevölkern. Gegenwärtig kennt man mehr als 300 Objekte, die meisten von ihnen sind einige wenige hundert km im Durchmesser.

Troposphäre
Die unterste Schicht, welche die Erde umgibt, ist die Troposphäre. Da die über ihr liegenden Luftschichten sie zusammendrückt, ist die Temperatur am Boden meist höher als in den oberen Schichten. Die Tropopause bezeichnet das Ende der Troposphäre, sie liegt bei etwa 12-15 km, je nach geographischer Breite. In diesem Bereich spielen sich die Winde und Stürme ab.

U

Untergang
das Verschwinden eines Himmelsobjekts unter den sichtbaren Horizont.

UV-Strahlung
Ultraviolette Strahlung; jener Teil des elektromagnetischen Spektrums, der sich auf der kurzwelligen Seite an das sichtbare Licht anschließt.

V

Veränderliche Sterne
Normalerweise strahlen Sterne eine gleichmäßige Lichtmenge aus. Die Sterne, welche ihre Helligkeit in einer uns beobachtbaren Zeitspanne verändern, nennen wir Veränderliche:

-Kurzperiodisch Veränderliche:
Delta Cephei-Sterne, Schwankungen der Leuchtkraft innerhalb von 50 Tagen. Der Stern pulsiert und deshalb schwankt die Größe des Sterns um fünf bis zehn Prozent. Dadurch verändert sich die Oberflächentemperatur
-Pulsierende Veränderliche:
Z.B. Delta Cephei Sterne, W Virginis Sterne, RR-Lyrae-Sterne, Delta Scuti-Sterne, Mira-Sterne, Beta Cephei-Sterne und ZZ Ceti-Sterne.
-Eruptiv Veränderliche:
Kataklysmische, Novae, U-Geminorum, AM Herculis-Sterne, Symbiotische Sterne, T-Tauri-Sterne, Flare-Sterne, R-Coronae-Borealis-Sterne. (Siehe auch Eruptiv Veränderliche).

Bedeckungssterne
Hierbei bedeckt ein Stern den anderen Stern; liegt diese Bedeckung in Sichtlinie zur Erde, sehen wir einen Lichtabfall. Die Beobachtung kann total oder teilweise sein, die Umlaufbahn der beiden Sterne kann genau in Sichtlinie liegen oder zu einem gewissen Prozentsatz verschoben sein.

VLA
Das "Very Large Array" (VLA) Radioteleskop steht in New Mexico. Auf Y-förmig gelegten Schienen (19 - 21 km) bewegen sich 27 Einzelteleskope mit jeweils 25 m Durchmesser und imitieren somit ein Radioteleskop von 27 km Durchmesser.

W

Wandelsterne
Die Wandelsterne sind unsere Planeten. In den alten Kulturen beobachtete man, dass die Sterne als fixe Punkte am Himmel verblieben und ihre Positionen zueinander nicht veränderten. Im Gegensatz dazu gab es fünf Lichtpünktchen, welche ihre Positionen veränderten. Das waren Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Im Gegensatz zu den Fixsternen nannte man sie deshalb Wandelsterne.

Z

Zeemaneffekt
Ein durch P. Zeeemann beobachteter Effekt. 1896 erkannte er den Einfluss von Magnetfeldern auf Spektrallinien.
Zeitgleichung Die Differenz zwischen der mittleren und wahren Sonnenzeit. Sie kann sowohl negativ als auch positiv sein.

Zenit
Damit ist der Punkt gemeint, der genau senkrecht über dem Beobachter liegt. Auch als Scheitelpunkt bezeichnet.

Zirkumpolar
Auf einen bestimmten Ort bezogen stehen zirkumpolare Sterne im Lauf eines Jahres immer sichtbar am Himmel. Das sind z.B. Grosser Bär, Casiopeia, Perseus.
Sterne, deren Abstand vom Pol kleiner ist als die Polhöhe an diesem Ort sind Zirkumpolarsterne.

Zodiakallicht
Als Zodiakallicht bezeichnet man den Lichtkegel, der direkt vor Sonnenaufgang oder -untergang an der Stelle zu sehen ist, wo die Sonne auf- oder untergegangen ist.
Die Sonne zieht einen riesigen Schweif an Staubteilchen mit sich, diese werden durch das Sonnenlicht angestrahlt und reflektiert. Zu sehen ist dadurch ein kegelförmiger heller Schein am Himmel.

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