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... B C D E F G H I K L M N O P Q R S T U V W X Z
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A

Abgabedruck
Bezeichnung für eine Börsensituation, in der das Angebot an Wertpapieren die Nachfrage deutlisch übertrifft, was zu sinkenden Kursen führt. Der Abgabedruck kan sich dabei sowohl auf den Gesamtmarkt als auch auf einzelne Wertpapiere oder Wertpapiergruppen beziehen.

Aktie
Anteilspapier, das wirtschaftliches Miteigentum an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Höhe des Anteils am Grundkapital und somit am bilanziellen Gesamtvermögen der AG wird durch den Nennwert festgelegt. Der Marktpreis der Aktie entspricht hingegen dem börsentäglich ermittelten kurswert - falls die betreffende Aktie börsennotiert ist. Die Aktienurkunde besteht aus Mantel und Bogen: Auf dem Mantel finden sich die genaue Unternehmensbezeichnung und der Nennwert, der Bogen enthält die Dividendenscheine (Coupons) und den Erneuerungsschein (Talon), der zum Bezug eines neuen Bogens berechtigt, wenn der erste nach der entsprechenden Anzahl von Jahren verbraucht ist. Die Aktie bietet dem Inhaber zwei Ertragsquellen: Zum einen die Dividende als dem Aktionär zustehende Beteiligung am Gewinn der AG, zum anderen die Möglichkeit auf einen Vermögenszuwachs durch einen steigenden Kurswert, wenn das Unternehmen profitalbl arbeitet und die Aktie somit für einen breiten Anlegerkreis an Attraktivität gewinnt.

Aktienarten
Nach dem Kriterium der Übertragbarkeit unterscheidet man Inhaber- Namens- und vinkulierte Namensaktien. Inhaberaktien können durch einfache Einigung und Übergabe übertragen werden. Dem die Urkunde präsentierenden Inhaber stehen sämtliche Aktionärsrechte zu.Bei Namensaktien ist der Eigentümer auf der Aktienurkunde bezeichnet. Eine Eigentumsübertragung erfordert einen Übertragungsvermerk auf der Rückseite der Aktienmantels. Bei der Besitzübertragung an vinkulierten (gebundenen) Namensaktien ist neben dem Indossament noch die Zustimmung der AG erforderlich. Nach dem Kriterium des Stimmrechts unterscheidet man Stamm- und Vorzugsaktien: Stammaktien verbriefen das volle Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Bei Vorzugsaktien ist das Stimmrecht meist ausgeschlossen, dafür stehen dem Vorzugsaktionär eine höhere Dividende bzw. eine Garantiedividende und andere Vorrechte zu, zum Beispiel eine Bevorzugung bei der Liquidation der Ag. Die rechtlichen Bestimmungen in anderen Ländern können von denen in deutschland abweichen: So gibts es zum Beispiel in schweden mehrere Kategorien von Stammaktien mit einfachem oder mehrfachem Stimmrecht und in Italien die Sparaktie als Sonderform der Vorzugsaktie.

Aktiengesellschaft
Handelsgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), deren Gesellschafter (Aktionäre) mit ihren Einlagen auf das Grundkapital beteiligt sind. Die Aktionäre haften nicht persönlich: Ausschließlich das Aktienkapital haftet für die Verbindlichkeiten der Aktiengesellschaft. Das im Handelsregister mit der Höhe des Nennwerts eingetragene Grundkapital muß bei der Gründung der Aktiengesellschaft mindestens 50000 Euro betragen. Die Organe der Aktiengesellschaft sind Vorstand, Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft findet sich in sämtlichen westlichen Industriestaaten, wobei die rechtlichen Regelungen Unterschieder aufweisen.

Aktien-Optionsschein
Optionsschein, dessen Basisinstrument eine Aktie ist. Aktienoptionsscheine sind aus Kaufoptionsscheine, die zum Bezug der betreffenden Aktie berechtigen, weitaus verbreiteter als die Form von Verkaufsoptionsscheinen. Neben den klassischen Aktienoptionsscheinen, die in Verbindung mit einer Optionsanleihe emittiert werden, haben die sogenannten Covered Warrants in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und erstere zahlenmäßig inzwischen weit abgehängt.

Aktionär
Eigentümer von aktien einer AG und damit Gesellschafter bzw. Miteigentümer des Unternehmens.

Aktionärsbrief
Schriftliche, regelmäßig oder sporadisch erscheinende Mitteilungen der AG an ihre Aktionäre über den Geschäftsverlauf und andere für die Aktionäre relevante Entwicklungen oder Ereignisse.

All Time High
Aus dem Amerikanischen übernommene Bezeichnung für den historisch höchsten Stand des Wertpapierkurses, eines Warenpreises oder eines Wechselkursniveau aller Zeiten.

American Stock Exchange (AMEX)
Börse in New Vork. Neben NYSE und NASDAQ die wichtigste Aktienbörse in den USA.

Am Geld
Ausdruck bei Opitionscheinen, bei denen der aktuelle Kurs des Basisinstruments auf dem Niveau des Basispreises oder in dessen unmittelbarer Nähe liegt, und deren innerer Wert gleich oder nahe Null ist.

Amtlicher Handel
Der amtliche Handel ist in deutschland die form des Wertpapierhandels mit den strengsten Zulassungs- und Publizitätsvorschriften. Nach §36 börsengesetz muß bei der Einführung in den amtlichen Handel ein Prospekt vorgelegt werden, der geneue Angaben über die betreffende AG enthält.

Anleihe
Sammelbezeichnung für Schuldverschreibungen mit fester oder variabler Verzinsung, längerer Laufzeit und vertraglich fixierter Tilgung.

Antizyklisches Vorgehen
dem herrschenden Trend an den Wertpapiermärkten entgegengesetztes Anlageverhalten. Der antizyklische Investor kauft bei stark fallenden Kursen und verkauft im Aufwärtstrend. die zugrundeliegende Idee ist, daß sich auf diese Weise das Hauptziel des Anlegers erreichen läßt, bei möglichst tiefen Kursen zu kaufen und die Papiere später wesentlich teurer wieder zu verkaufen.

Aufsichtsrat
Organ der Aktiengesellschaft und anderer juristischer Personen. Dem Aufsichtsrat obliegt die Überwachung der Geschäftsführung der AG, wobei die Aufsichtrratsmitglieger nicht Aktionäre ber betreffenden Aktiengesellschaft sein müssen. Er besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die aus ihrer Mitte einen Aufsichtsratsvorsitzenden und einen Stellvertreter wählen. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört die Einberufunf der Hauptversammlung.

Aus dem Geld
Ausdruck bei optionsscheinen ohne inneren Wert. Bei Kaufoptionsscheinen: Aktueller Kurswert des Basisinstruments liegt unter dem Basispreis. Bei Verkaufsoptionsscheinen: Basispreis liegt unter dem aktuellen Kurswert des Basisinstruments.

Ausgabeaufschlag
Bei der Ausgabe von Investmentfonds-Zertifikaten berechnete Kosten, die der Erwerber zusätzlich zum Preis des Zertikikats zu bezahlen hat. Die höhe des Ausgabeaufschlages ist in den Vertragsbedingungen des Investmentfonds geregelt.

Ausgabekurs, Emissionskurs
Derjenige Kurs, den Investoren von Wertpapieren zu zahlen haben. Bei Anleihen kann der Ausgebenkurs - je nach aktuellem Zinsniveau - dem Nennwert entsprechen, darüber oder drunter liegen. Aktien dürfen in deutschland nur zum Nennwert oder zu einem darüber liegenden Kurs an die Ersterwerber ausgegeben werden.

Ausübung
Allgemein die Wahrnehmung der in einem Wertpapier verbriften Rechte durhc den Eigentümer bzw. den Inhaber. Bei Optionsscheinen die Ausübung der Optionsrechte, also den Bezug bzw. den Verkauf des Basisinstruments oder die Inanspruchnahme des Barausgleichs.

B

Bär
In englischen Sprachraum verbreitete (baer) und von dort übernommene Bezeichnung für Personen, die mit fallenden Börsenkursen rechnen und a la baisse spekulieren. Gegensatz ist der Bulle.

Bärenfalle
Begriff aus der technischen Wertpapieranalyse. als Bärenfalle bezeichnetman ein Verkaufssignal, das sich im nachhinein als Fehlsignal erweist. Der Bär tappt in die Falle, indem er auf fallende Kurse mit Optionsscheine spekuliert, auf dem falschen Fuß erwischt wird und Verluste hinnehmen muß.

Baisse
aus dem Französischen übernommene Bezeichnung für eine längere Zeit anhaltender Phase starker Kursverluste an der Börse. Seltener werden auch entsprechende Tagestendenzen als Baisse bezeichnet.

Basisinstrument
Das einer Option oder einem Optionsschein zugrundeliegende Finanzinstruments. Gängige Basisinstrumente sind Währungen, Aktien, anleihen, Indizes, Aktienkörbe (Baskets) und Waren (z.B. Edelmetalle und Öl).

Basispreis
Bei optionen und Optionsscheinen derjenige Preis, zu dem das zugrundegelegte Finanzinstrument (Basisinstrument) gekauft bzw. verkauft werden kann.

Behauptet
Tendenzbezeichnung an Börsentagen, die gegenüber dem vortag kaum Veränderungen bringen. Gut behauptet. Knapp behauptet.

Bestens
Zusatz zu einem unlimitierten Verkaufsauftrag. Das Kreditinstitut wird angewiesen, zum höchstmöglichen Kurs, also bestens aus der Sicht des Auftragsgebers, zu verkaufen. Im Gegensatz zum limitierten Auftrag ist es jedoch nicht erforderlich, daß beim Verkauf ein festgelegter Kurswert erreicht wird.

Billigst
zusatz zu einem unlimitierten Kaufauftrag. Das Kreditinstitut wird angewiesen, zum niedrigstmöglichen , also billigst aus Sicht des Auftragsgebers zu kaufen.

Börse
Markt für wertpapiere, Devisen und Waren, wo vereidigte Kursmakler aufgrund der ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen börsentäglich aktuelle Kurse (Preise) feststellen und einen funktionierenden Handel gewährleisten.

Börsenplatz
Bezeichnug für den geographischen Ort einer Wertpapierbörse. Die acht deutschen Börsenplätze sind Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Bremen und Hannover.

Bond
International übliche Bezeichnung für festverzinsliche Wertpapiere.

Break-Even-Point
Englische Bezeichnung für Gewinnschwelle, also die Grenze, ab der ein produkt oder ein Unternehmen einen Überschuß oder Gewinn erziehlt. Im Börsensprachgebrauch oft im sinn von Schwarze Null gebraucht.

Briefkurs
Kurs, zu dem ein Marktteilnehmer bereit ist, ein bestimmtes Volumen eines Wertpapieres zu verkaufen. Gegensatz: Geldkurs.

Bruttosozialprodukt
Wert sämtlicher Güter und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums hergestellt bzw. erbracht werden.

Bulle

Bezeichnung für den Optimisten an der Börse, der mit steigenden Kursen rechnet und sich entsprechend engagiert. Wie sein Gegenstück Bär stammt auch der Bulle ursprünglich aus dem angelsächsischen Sprachraum.

Bullenfalle
Gegenstück zur Bärenfalle. Ein falsches Kaufsignal läßt den Bullen auf weiter steigende Kurse spekulieren, und er erleidet Verluste.

C

Call
International übliche Bezeichnung für Kaufoptionen bzw. Kaupoptionsscheine. In Genensatz zum Put verbrieft der Call das Recht zum Kauf des Basisinstruments während der Laufzeit zum vereinbarten Basispreis.

Cash-Flow
Wichtige Kennzahl zur Bewertung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cash-Flow setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuß, den Abschreibungen, den Veränderungen der langfristigen Rückstellungen und den Steuern auf Einkommen und Ertrag.

Chart
Grafische Darstellung der Kurs- und Umsatzentwicklung von wertpapieren, Branchen oder Börsen. Charts sind die Grundlage der technischen Wertpapieranalyse.

Chartanalyse
Häufig als Synonym für die technische Wertpapieranalyse gebraucht. Die Chartanalyse geht davon aus, daß sich aus den in Charts festgehaltenen Kurs- und Umdsatzverläufen der Vergangenheit die zukünftigen Entwicklung eines Wertpapiers prognostieren läßt.

Crash

Massiver Kurseinbruch von Wertpapieren auf breiter Front. Neben dem Crash von 1929 (Schwarzer Freitag) ist vor allem der Einbruch vom Oktober 1987 noch in Erinnerung, der jedoch weit weniger schwerwiegende Folgen hatte.

D

DAX(R) (Deutscher Aktienindex)
Fortlaufend berechneter Index, in dem 30 bedeutende , nach der Marktkapitalisierung gewichtete deutsche Aktien repräsentiert sind.

DAX 100
100 amtlich variabel gehandelte deutsche Aktien umfassender Index.

Depot
Bezeichnung für die Gesamtheit der für einen bestimmten Anleger bei einer Bank hinterlegten Wertgegenstände, hier insbesondere Wertpapiere.

Dividende

Auf eine Aktie entfallender Anteil an der Gewinnausschüttung einer AG. Die Höhe der Dividende wird von der Hauptversammlung nach vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Die Dividende ist von der allgemeinen Geschäftslage der AG abhängig und daher Schwankungen unterworfen. Deutsche Unternehmen schütten einmal jährlich aus, doch im ausland ist dies nicht überall üblich: So gibts es bei US-Unternehmen in der Regel viemal jährlich Quartalsdividenden, viele südafrikanische Unternehmen schütten zweimal pro Jahr Dividenden aus.

Dow-Jones-Werte
Gängige Bezeichnung für die 30 im Dow Jones Industrial Average repräsentierten Industriewerte, wie z.B. MCDonalds, IBM, General Electric, Philip Morris, Coca-Cola, Wal-Mart Stores usw.

E

Emerging Markets
Sammelbezeichnung für die Wertpapiermärkte der jungen, aufstrebenden Volkswirtschaften Latainamerikas, Asiens und Afrikas, die sich durch starkes Wachstum auszeichnen.

F

Festgeld
Geldeinlagen bei einer Bank mit vereinbarter Amlagedauer von mindestens 30 Tagen und festgelegtem Zinssatz, die an einem bestimmten Tag zur Rückzahlung fällig werden. Oft wird vereinbart, daß sich die Anlagedauer automatisch verlängert, wenn der Anleger nicht vor einem vereinbarten Rückzahlungstermi kündigt.

Futures

Vom englischen Wort für Zukunft abgeleitete, international gebräuchliche Bezeichnung für Terminkontraktgeschäfte: Lieferung und Zahlung bei Termingeschäften liegen in der Zukunft.

G

Gewinn je Aktie
eine der wichtigsten Kennzahlen der fundamentalen Aktienanalyse. Der innerhalb eines bestimmten Zeitraums (Quartal, Geschäftsjahr) erzielte Unternehmensgewinn wird auch die Anzahl der von dem Unternehmen augegebenen Aktien dividiert. Der Gewinn je Aktie dient vor allem zum Vergleich verschiedener Unternehmen derselben Branche und zur Untersuchung der Ertragssituation eines einzelnen Unternehmers über die Zeit.

Greenback
Verbreitete Bezeichnung für den US-Dollar, inspiriert durch die grüne Rückseite der Dollarnoten.

H

Hauptversammlung
Organ der Aktiengesellschaft. In der Regel einmal jährlich stattfindende Versammlung der Aktionäre. Zugang zur Hauptversammlung und Stimmrecht stehen nur den Inhabern von stimmberechtigten Stammaktien zu, nicht aber Verzugsaktionären und Inhabern von Genußscheinen. Die Hauptversammlung wird vom Vorstand der AG mit einer Frist von mindestens einem Monat einberufen. Wichtigste Aufgaben der Hauptversammlung sind die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrates, Beschlußfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes, Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, Bestellung der Abschlußprüfer, Beschlußfassung über Satzungsänderungen, Maßnahmen zu Kapitalbeschaffung und Kapitalherabsetzung, Bestellung von Prüfern zur Prüfung von Vorgängen bei Gründung oder Geschäftsführung und die Beschlußfassung zur Auflösung der AG.

Hausse
Aus dem Französischen übernommene Bezeichnung für eine längere Zeit anhaltender starker Aufwärtsbewegung an der Börse. Gegensatz: Baisse.

Highflyer
Bezeichnung für Wertpapiere, die einen markanten Kursanstieg hinter sich haben. Zuweilen werden auch solche Papiere als Highflyer bezeichnet, denen man in der Zukunft einen starken Aufwärtstrend zutraut.

I

Im Geld
Ausdruck bei optionsscheinen mit innerem wert. Im Geld sind Kaufoptionsscheine, wenn der aktuelle Kurs des Basisinstruments über dem Basispreis liegt, und Verkaufsoptionsscheine, wenn der Basispreis über dem aktuellen Kurs des Basisinstruments liegt.

Index-Zertifikat
Wertpapier, das die Entwicklung eines Index exakt nachvollzieht. Index-Zertifikate bieten gegenüber dem Kauf von Einzelaktien den Vorteil der Diversifikation und sind so eine Alternative zu Fonds, zumal im gegensatz zu letzteren kein Ausgabeaufschlag anfällt. Index-Zertifikate haben eine beschränkte Laufzeit, viele von ihnen sind jedoch mit einer Laufzeitverlängerung ausgestattet. Neben Zertifikaten auf klassische Indizes wie DAX oder CAC-40 gibt es mittlerweile auch Papiere auf Aktienbaskets, die von den Emittenten selbst zusammengestellt werden.

Inflation

Prozeß, in dessen Verlauf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das zur gleichen Zeit am Markt vorhandene Angebot deutlich übersteigt. Die Folge sind steigende Preise bzw. Entwertung (Kaufkraftverlust) des Geldes.

Inflationsrate
Maß für den allgemeinen Preisanstieg in einem bestimmten Zeitraum. Die in Prozent ausgedrückte Inflationsrate besagt, in welchem Ausmaß die allgemeinen Lebenshaltungskosten zu einem Zeitpunkt B im Vergleich zu einem früheren Zeitpunkt A angestiegen sind.

J

Junge Aktien
Bei der Kapitalerhöhung einer AG neu ausgegebene Aktien. in der Regel werden junge und jüngste Aktien nach der auf die Emission folgende Dividendenausschüttung den alten Aktien gleichgestellt und verschwinden daher vom Kurszettel.

K

Kapitalanlage

Umgangssprachlich ein Synonym für Geldanlage. Man versteht darunter die langfristige Anlage von Kapital zum Zweck der Werterhaltung einerseits und zur Erzielung einer möglichste hohen Rendite andererseits.

Kassahandel
Im Gegensatz zum terminhandel, bei demAbschluß und Erfüllung von Geschäften zeitlich auseinanderliegen, umfaßt der Kassahandel alle Börsengeschäfte, die unmittelbar, das heißt innerhalb einer Frist von zwei Tagen, zu erfüllen sind. Innerhalb dieser Frist müssen sowohl die Stückelieferung bzw. die Gutschrift als auch die Bezahlung erfolgen.

Kassakurs
Kursfeststellung derjenigen Wertpapiere, für die börsentäglich nur ein Kurs bestimmt wird (Einhaitskurs) oder für diejenigen Aufträge in variabel notierten Wertpapieren, die den festgesetzten Mindestschluß (Mindeststückzahl) nicht erreichen.

Kaufsignal
Begriff aus der technischen Wertpapieranalyse. Zeigt der Kurs einen bestimmten Verlauf, durchbricht er etwa einen Widerstand, einen gleitenden Durchschnitt, oder bildet eine bestimmte Formation aus, so entsteht ein Kaufsignal.

KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis

Konsolidierung
Eigentlich die Umwandlung von kurzfristigen in langfristige Schulden, etwa durch Emission einer Anleihe zur Ablösung von Bankverbindlichkeiten. Im Börsensprachgebrauch ist mit Konsolidierung eine Stabilisierung der Kursentwicklung von Wertpapieren in Reaktion auf vorangegangene starke Kursbewegungen gemeint.

Konsumwerte
Bezeichnung für die aktien der Hersteller von Konsumartikeln wie Haushaltsbedarf, Nahrungsmittel, Kosmetik usw. Die Konsumwerte gehören aufgrund ihrer relativen Unempfindlichkeit gegen konjunkturelle Schwankungen zu den nichtzyklischen Aktien.

Konzern
Verbund von Unternehmen, die trotz rechtlicher Selbstständigkeit aufgrund gegenseitiger Beteiligungen oder Verträge unter einheitlicher Leitung stehen. Fälschlicherweise wird die Bezeichnung umgangssprachlich auch als Synonym für als besonders groß und einflußreich erachtete Unternehmen gebraucht.

Kurs
Oft anstelle von Kurswert gebrauchte Bezeichnung für den aktuellen Preis eines Wertpapiers, einer Devise oder einer Ware an der Börse.

Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV)
Aktienkurs dividiert durch den anteiligen Cach-Flow pro Aktie, Wichtige Kennzahl zur Bewertung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Eine der meistbeachteten Kennzahlen der fundamentalen Aktienanalyse. Das KGV errechnet sich aus dem aktuellen Börsenkurs dividiert durch den für ein bestimmtes Jahr ausgewiesenen oder von Wertpapieranalysten erwarteten Gewinn pro Aktie. Je niedriger das KGV, desto preiswerter ist - unter Ertragsgesichtspunkten - eine aktie. Ein Vergleich anhand des KGV ist jedoch nur bei Papieren derselben Branche wirklich aussagekräftig, denn manche Branchen haben traditionell ein weitaus höheres KGV als andere.

Kurspflege, Kursstützung

Manipulation des Börsenkurses eines bestimmten Werpapieres oder einer Währung nach oben. Kurspflege durhc stützende Käufe erfolgt zum Beispiel meist, wenn eine Fremdwährung gegenüber der eigenen Landeswährung massiv an Wert verliert.

Kurszusätze
Zusätzliche Erläuterungen zum Kurswert eines Wertpapieres, die über Einzelheiten der Kursfeststellung oder der Angebots-Nachfrage-Situation informieren sollen. Zum Teil werden in der Tages- und Wirtschaftspresse unterschiedliche Bezeichnungen und Kürzel für bedeutungsidentische Kurszusätze verwendet.

-b oder ohne Zusatz
Angebot und Nachfrage waren ausgeglichen. Außer den nicht limitierten Aufträgen wurden auch alle zum bzw. über dem genannten Kurs limitierten Kauforders und alle zum oder unter dem Kurs limitierten Verkaufsorders durchgeführt. Anstelle des Kurszusatzes b steht in manchen Publikationen auch bz oder bez. Entsprechnendes gilt für die Kurszusätze bG und bB.

-B
Brief. Zum genannten Kurs lag lediglich Angebot in dem betreffenden Wertpapier vor, dem jedoch keine Nachfrage gegenüberstand. Es fanden keine Umsätze statt.

-G
Geld. Es lag nur Nachfrage vor. Kein Angebot und keine Umsätze zum angegebenen Kurs.

-bB
bezahlt Brief. Zum genannten Kurs fanden Umsätze statt. Es gab jedoch noch zusätzlich Angebot, für das sich zu diesem Kurs kein Käufer fand.

-ebB
etwas bezahlt Brief. Zum genannten Kurs fanden nur kleinere Umsätze statt. Es gab jedoch noch zusätzliches Angebot, für das sich zu diesem Kurs kein Käufer fand.

-bG
bezahlt Geld. es gab beim angegebenen Kurs Umsätze und darüber hinaus zusätzliches Kaufinteresse ohne entprechendes Angebot.

-ebG
etwas bezahlt Geld. Es gab beim angegebenen Kurs kleine Umsätze und darüber hinaus zusätzliches Kaufinteresse ohne entsprechendes Angebot.

-B
gestrichen Brief. es lagen lediglich Billigst-Verkauforders vor, keine Nachfrage.

-G
gestrichen Geld. Ausschließlich Bestens-Kaufaufträge, kein Angebot.

-T
Taxkurs, taxiert. Kein Umsatz. Kurs vom Kursmakler taxiert, d.h. näherungsweise geschätzt.

-r, rat oder rep
Rationiert bzw. repartiert. Es erfolgte eine beschränkte Zuteilung: Aufträge konnten nicht in Höhe der von den Auftraggebern gewünschten Stückzahlen ausgeführt werden. r, rat und rep kommen häufig in kombination mit den Kurszusätzen bB und bG vor.

-exB, ex B
ex (ohne) Bezugsrecht. Ab diesem Börsentag wird die Aktie ohne Bezugsrecht gehandelt.

-au, ausg
ausgesetzt. Dieaktie war am betreffenden Handelstag vom Börsenhandel suspendiert, es fand kein Handel statt.

L

Laufzeit
Zeitraum zwischen der Emission einer Anleihe und ihrer Rückzahlung. Bei Optionsscheinen gibt dieLaufzeit den Zeitraum an, während dessen der Inhaber sein Optionsrecht ausüben kann.

Leitzinsen
Oft gebrauchte sammelbezeichnung für Siskontsatz und Lombartsatz. Die Leitzinsen sind die wichtigsten instrumentarien der Zentralbank zur Regulierung der Geld- und Kreditversorgung einer Volkswirtschaft.

M

MACD

Trendfolgeindikator aus der technischen Wertpapieranalyse. Er beruht auf der Differenz zweier exponentiell gleitender Durchschnitte. Diese Differenz wird erneut exponentiell geglättet, wodurch man die sogenannte Signallinie erhält. Durchbricht der MACD die Signallinie von unten nach oben, so wird dies als Kaufsignal gewertet. Ein Durchbrechen von oben nach unten gilt als Verkaufssignal.

Marktkapitalisierung
Gibt den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens an. Die Marktkapitalisierung wird durhc Multiplikation des Börsenkurses mit der Zahl der ausgegebenen Aktien der betreffenden AG errechnet. Je kleiner die Marktkapitalisierung, desto dünner sind für gewöhnlich auch die täglichen Börsenumsätze der Aktie, was bei der Limitierung von Kauf- und Verkaufsaufträgen berücksichtigt werden sollte.

Milchmädchenhausse
Scherzhafte Bezeichnung für den letzten Abschnitt einer allgemeinen Aufwärtsbewegung an den Börsen, wenn breite Bevölkerungsschichten, die sich ansonsten nicht an der Börse engagieren, in der Hoffnung auf immer weiter steigende Kurse aktien kaufen.

N

Nachbörse
Wertpapiergeschäfte nach Ende der offiziellen Handelszeit an der Börse. In Deutschland ist dabei vor allem der IBIS-Handel von Bedeutung.

Namensaktie
Auf den Namen des Eigentümers lautende Aktie. Die Übertragung erfolgt durch Einigung. Übergabe und schriftliche Abtretungserklärung auf der Rückseite der Aktienurkunde. Vorgesehen ist außerdem die Umschreibung im Aktienbuch der AG.

NASDAQ
National Association of Securities Dealers Automated Quotation System. Computerisierter Freiverkehrshandel in den USA.

Nebenwerte
Gängige Bezeichnung für die aktien junger bzw. kleinerer Unternehmen, die international wenig bekannt sind oder wneig Beachtung finden. Gegensatz: Standardwerte, Blue Chips.

Neuer Markt
Am 10.März 1997 gegründetes Handelssegment für wachstumsstarke deutsche Aktien. Im Neuen Markt dürfen nur Stammaktien emittiert werdem, mindestens 50 Prozent des Emissionsvolumens müssen aus einer Kapitalerhöhung stammen und quartalsmäßige Berichterstattung der Unternehmen ist Pflicht.

Neunzig-Tage-Linie
Gleitender Durchschnitt. Die Neuzig-Tage-Linie wird aus den durchschnittlichen Kurswerten der jeweils neunzig zurückliegenden Börsentage gebildet. Sie gilt in der technischen Wertpapieranalyse als eine der wichtigsten gleitenden Durchschnittslinien. Durchbricht der aktuelle Kurswert die Neunzig-Tage-linie von unten nach oben, so wird dies als Kaufsignal gewertet. Umgekehrt gilt ein Durchbruch von oben nach unten als Verkaufssignal.

NYSE (New York Stock Exchange)
Bedeutendste Aktienbörse der Welt. Wird fälschlicherweise häufig mit dem US-Aktienmarkt gleichgesetzt, obwohl neben den Regionalbörsen (z.B. Chicago, Bosten) und dem immer mehr an Bedeutung gewinnenden Computerhandelssystem NASDAQ auch in New York noch eine wichtige andere Börse (American Stock Exchange) existiert, die 1998 mit der NASDAQ fusioniert hat.

O

Option
Zeitliche begrenztes Recht, ein vom Vertragspartner festgelegtes Kauf- oder Verkaufsangebot wahrzunehmen oder abzulehnen. Kaufoptionen werden international als CALL, Verkaufsoptionen als PUT bezeichnet. Für Teilnehmer am Optionshandel ist es wichtig, daß Optionen lediglich das Recht, nicht aber die Pflicht zur Ausübung umfassen. Daher stellt der Kaufpreis für die Option im gegensatz etwa zum Leerverkauf (short selling) das maximale Verlustrisiko für den Optionsinhaber dar.

Optionsfrist
In den optionsbedingungen festgelegter Zeitraum zur Ausübung von Optionsrechten. Nicht in jedem Fall identisch mit der Laufzeit eines Optionsscheins.

Optionsrecht
In den Optionsbedingungen festgelegtes Recht zum Kauf oder Verkauf eines Basisinstruments. Bei Optionsscheinen ist zwischen europäischen und amerikanischem Optionsrecht zu unterscheiden.

Optionsschein
Eigenständig beurkundetes wertpapier, das dem Inhaber das Recht verbrieft:
-ein bestimmtes Basisinstrument
-während einer bestimmten Frist (Optionsfrist)
-in einen bestimmten Verhältnis (Optionsverhältnis)
-zu einem bestimmten Preis (Basispreis)
-zu kaufen (CALLs)
-zu verkaufen (PUTs)

Mittels der Hebelwirkung bieten Optionsscheine die Chance, von Kursbewegungen des Basisinstruments überproportional zu profitieren. Verkaufsoptionsscheine bieten neben der spekulation auf fallende Kurse auch die Möglichkeit, ein Wertpapierdepot gegen starke Verluste abzusichern. Allen optionsscheinen gemein ist die in den Optionsbedingungen fixierte Laufzeit: Im Gegensatz zu Aktien ist die Lebensdauer von optionsscheinen beschränkt, nach Ende der Laufzeit werden sie wertlos. Die Laufzeit ist nicht immer identisch mit der Optionsfrist, während der das Optionsrecht ausgeübt werden kann. Da der Optionsschein nur Rechte, nicht Pflichten verbrieft, kann der Optionsscheininhaber sein Optionsrecht ausüben, muß aber nicht. Des maximale Verlustrisiko beschränkt sich auf den Kaufpreis für die Optionsscheine. Die Ausübung ist nicht die einzige Möglichkeit zur Realisierung von optionscheingewinnen: Da Optionsscheine eigenständig verbriefte Rechte sind, können sie während der Laufzeit jederzeit an Dritte veräußert werden.

P

Parketthandel
Bezeichnung für den Wertpapierhandel an der Präsenzbörse im Gegensatz zum Computerhandel.

Penny Stock
In den USA übliche Bezeichnung für Aktien mit optisch sehr niedrigem Kurswert. Meist handelt es sich dabei um hochspektulative Papiere kleiner Unternehmen.

PUT, PUT Warrant
International übliche Bezeichnung für Verkaufsoptionen bzw. Verkaufsoptionsscheine. Gegensatz: CALL, Kaufoption.

Q

Quartal
Zeitraum von drei Monaten.

Quartalsbericht
In den USA obligatorischer, in Deutschland meist freiwilliger Zwischenbericht über die Umsatz- und Gewinnentwicklung eines Unternehmens.

R

Rallye
Gängige Bezeichnung für eine schnelle und kräftige Aufwärtsbewegung an der Börse.

Rentenpapiere
Teil des Kapitalmarktes. Börsenmäßiger Handel festverzinslicher wertpapiere (Rentenpapiere).

Rezession, Konjunkturrückgang
Verlangsammung des Wirtschaftswachstums innerhalb einer Volkswirtschaft. Maßstab für dieses Wachstum ist das Bruttosozialprodukt.

S

Schulter-Kopf-Schulter-Formation
Begriff aus der technischen Wertpapieranalyse. Der Kursverlauf eines Wertpapieres bildet drei Spitzen aus, deren mittlere die bieden anderen deutlich überragt, während die erste und die dritte Spitze in etwa auf demselben Niveau liegen. Die Ausbildung der Formation sollte sich zumindest über zwei Monate erstreckt haben. Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation wird als Anzeichen dafür interpretiert, daß der Kurs auf erheblichen Widerstand stößt und in der Folge nach unten tendieren dürfte. Die umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter Formation mit drei entsprechend ausgeprägten Kurstiefen gilt dagegen als Vorbote steigender Notierungen: Der Kurs hat eine tragfähige Unterstützung gefunden und sollte in zukunft nach oben tendieren.

Schwarzer Freitag
unter diesem Namen ging der 25.Oktober 1929 in die Börsengeschichte ein, der an der New York Wall Street den bis dahin größten Kurseinbruch brachte. Eigentlich erfolgte der Einbruch bereits am Donnerstag, doch wurden die ereignisse erst am Tag darauf in Europa bekannt. Der Schwarze Freitag von 1929 markierte das Ende des langjährigen Konjunkturaufschwungs in den USA und leitete die Weltwirtschaftskriese der 30er Jahre ein.

Split, Stock Split
Aktienteilung. Vor allem in den USA gebräuchliche Maßnahme zur Vermeidung optisch hoher Aktienkurse. Nach einem split im Verhältnis 2:1 besitzt der Aktionär statt einer nun zwei aktien mit (rechnerisch) je dem halben Kurswert. Ein Split ist nicht mit der in deutschland üblichen Ausgabe von Berichtigungsaktien zu verwechseln, weil er nicht mit einer Erhöhung des Grundkapitals verbunden ist. Da in den USA dreistellige aktienkurse als optisch zu hoch empfunden werden, finden Splits meist dann statt, wenn die betreffende Aktie die Marke von 100 Dollar deutlich übersteigt.

Stammaktie
Aktie, die dem Anteileigner die vom Aktiengesetz vorgesehenen Aktionärsrechte insbesondere das Stimmrecht auf der Hauptversammlung, gewährt. Gegensatz: Vorzugsaktie.

Stoppkurs
Instrument zur Verlustbegrenzung bei Börsengeschäften. Bereits beim Kauf legt der Anleger einen unter dem Einstandskurs liegenden Stopp-Kurs fest, bei dessen Erreichen die position verkauft wird. Das Verlustrisiko ist somit auf die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs begrenzt.

Streubesitz
Prozentualer, nicht in festem Besitz befindlicher Anteil der von einer AG ausgegebenen Aktien. Die Schätzung des Streubesitzes ist stets mit Unwägbarkeiten verbunden.

T

Technische Reaktion
Kurzfristige Gegenbewegung innerhalb eines intakten Aufwärts- oder Abwärtstrends. solche Bewegungen werden als Reaktion auf vorherige starke Kursgewinne oder -verluste interpretiert.

Terminhandel

Börsenmäßig organisierter Handel von Waren, Devisen und Finanzinstrumenten auf Termin, d.h. der vertragsabschluß und die erfüllung finden zu verschiedenen, vertraglich fixierten zeitpunkten statt.

Turnaround
Aus dem Amerikanischen übernommene Bezeichnung für die Rückkehr eines Unternehmens in die Gewinnzone, nachdem zuvor Verluste ausgewiesen wurden. in einem allgemeinen sinn wird auch die Verbesserung der Situation eines Unternehmens oder einer Branche als Turnaround bezeichnet.

U

Überkauft
Bezeichnug für die Situation eines oder mehrerer wertpapiere nach einer Phase stark anziehender Kurse bei hohen Umsätzen. Überkaufte Wertpapiere und börsen sind anfällig für eine vorübergehende Gegenbewegung (Konsolidierung). Gegensatz: Überverkauft.

Unterstützung
Begriff aus der technischen Wertpapieranalyse. Fällt der kurs eines Wertpapiers mehrmals bis auf ein bestimmtes Niveau zurück, um sich im Anschluß daran wieder zu erholen, so spricht man von einer unterstützung. eine ursache kann sien, daß jeweils auf diesem Kursniveau umfangreiche Käufe einsetzen, die das Wertpapier wieder nach oben tendieren lassen. wird eine Unterstützung durhcbrochen, so fungiert sie fortan als Widerstand.

V

Verbilligung
Nachkauf weiterer Stücke eines bereits zuvor erworbenen wertpapieres zu niedrigeren Kursen, um einen günstigeren durchschnittlichen Kaufkurs zu erreichen. Insbesondere bei zeitliche befristeten Rechten (Optionsscheine) mit dem Risiko verbunden, sich zu Tode zu verbilligen.

Verfallstermin

allgemein Termin zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten. Bei Optionsscheinen und Optionen der letzte Tag der Laufzeit. Nach dem Verfallstermin werden Optionsrechte wertlos.

Verkaufssignal
In der technischen Wertpapieranalyse werden bestimmte Kursverläufe als Zeichen für zukünftig sinkende Notierungen gewertet.

Vorzugsaktie
Aktie mit vorrechten bei der Dividendenberechtigung. Oft ist auch eine Besserstellung der Vorzugsaktionäre bei der Abwicklung der AG vorgesehen. Gegenzug ist meist das Stimmrecht auf der Hauptversammlung ausgeschlossen.

W

Wall Street
Straße in Manhatten, in der die New York Stock Exchange (NYSE) beheimatet ist. Wall Street wird im Börsenjargon häufig als Synonym für den US-Kapitalmarkt schlechthin und insebsonere für den Aktienmarkt gebraucht.

Wertpapierkennummer
Sechstellige Zahl, die Wertpapieren zugeordnet wird und zu ihrer eindeutigen Identifizierung dient.

Widerstand
Begriff aus der technischen Wertpapieranalyse. Steigt der Kurs eines Wertpapieres mehrmals hintereinander bis auf ein bestimmtes Niveau an, um im Anschluß daran wieder deutlich zurückzufallen, so spricht man von einem Wiederstand. Wichtige widerstände liegen oft im Bereich runder Zahlen und bei ehemaligen Höchstständen des betreffenden Wertpapieres. Auf diesem Niveau finden sich offenbar immer wieder viele Verkäufer, wodurch ein weiterer anstieg verhindert wird. wird ein widerstand schließlich doch durchbrochen, so fungiert er fortan als Unterstützung.

X

XETRA
Elektronisches System zum außerbörslichen Handel umsatzstarker Wertpapiere; löste Enden 1997 das IBIS-System ab. es ermöglicht Investoren auch außerhalb der offiziellen Börsenhandelszeiten Wertpapiere zu kaufen und zu verkaufen.

Z

Zeichnung
Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren bei deren Emission. Durch schriftliche Erklärung verpflichtet sich der Zeichnende dabei zur Abnahme eines bestimmten Betrages der zu emittierenden Wertpapiere.

Zeichnungsfrist
Festgelegter Zeitraum, während dessen die Zeichnung zur emission stehender Wertpapiere erfolgen kann.

Zins
Preis, den ein Kreditnehmer für die zeitweilige Überlassung von Geld oder Kapital zu zahlen hat.

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